Urlaub auf der Frischen Nehrung bzw. am Frischen Haff an der polnischen Ostseeküste

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Natürlich möchte jeder Wohnmobilist auf seiner Fahrt durch Polen mindestens einen Tag am Strand der Ostsee verbringen, am liebsten an einem nicht überfüllten Strand und mit dem Wohnmobil relativ nah dran.
Ja, so etwas gibt es auch in Polen an der sehr touristisch ausgebauten Ostseeküste und zur Hauptferienzeit noch, allerdings nur noch selten!

Man fährt an die Frische Nehrung, aber nicht gleich im Touristen-Zentrum Krynica-Morsa (Kahlberg-Liep) halten, sondern weiter ans absolute Ende der Frischen Nehrung nach Piaski (Neukrug) weiterfahren.

Warnung: nicht im Ort abseits der Straße anhalten! Die `Parkgebühren´ liegen bei mindestens 3,- Zt. pro Stunde, und es wird abkassiert, selbst wenn der Motor noch läuft. Da hilft auch keine Diskussion ... die Polen berufen sich auf Privatbesitz usw. und kennen leider kein Pardon. Also immer mitten auf der Straße oder in einer der ganz wenigen Seitenstraßen halten, auch wenn gehupt wird!

Wenn man in Piaski am Ende der Firschen Nehrung dann vor dem wahrscheinlich allerletzten Sackgassen-Schild vor der russischen Grenze steht und die Straße inzwischen so eng ist, dass man fast Angst um sein Wohnmobil bekommt, während rechts auf dem unbefestigten Parkplatz schon die Wildschweine die aussteigenden Autofahrer "angreifen" und um Essensreste anbetteln (kein Scherz! s.u.!), genau dort fährt man links hoch, an der kleinen Orts-Kirche vorbei und die eigentlich nur für Fahrradfahrer erlaubte Betonpiste halbrechts hinauf in den Wald und wieder hinunter zum Ostsee-Strand. Kein Angst: der Weg zum Ostseestrand ist hier bis zum Ende voll betoniert! Am Ende des Waldes vor der ersten Strand-Düne findet man einen Parkplatz (nicht für Fahrräder!), dort am besten links halten. Wir haben hier auch über Nacht mutterseelenallein gestanden, immer das Rauschen der Ostsee im Hintergrund. Tagsüber ist ein kleines Kiosk mit warmen Gerichten am Übergang zum Strand geöffnet.

Hier an diesem Strandabschnitt liegen auch die letzten Fischerboote des ehemaligen Fischerortes Piaski, und wenn man morgens früh genug aufsteht, kann man die Fischer bei Ihrer Arbeit beobachten: An alten, tief in den Sandstrand vergrabenen Militär-LKWs sind große Stahlseil-Winden angebracht, mit denen die Fischerboote in die Ostsee hinaus geschleppt und am Ende des Fangs auch wieder auf den Strand gezogen werden.

Wandert man am Strand ca. 1 km nach Osten, kommt man an die russisch-polnische Grenze: ein Stop-Schild mit den Resten eines Zauns steht am Strand und warnt vor dem Weitergehen ins Niemandsland. Eine kleine rote Fahne hat dort jemand deponiert, ein wichtiges Requisit für die unzähligen Fotos, die Strandwanderer an dieser Stelle der Frischen Nehrung gerne machen...

Dutzende von Wildschweinen - nicht frech aber doch hartnäckig - bevölkern die Parkplätze in Piaski am Ende des polnisches Teils der Frischen Nehrung und betteln bzw. kämpfen um Essensreste und Hingeworfenes.












Direkt am Strand auf Höhe des Parkplatzes trifft man noch ein paar Menschen am Wochenende, ein paar Meter weiter Richtung Russland ist es dann völlig leer, nur ein paar Wanderer sind noch zu sehen, die auch einmal ihren Fuß heimlich auf russisches Territorium setzen möchten.

An die wahre Grenze zwischen Polen und Russland kommt man gar nicht ran, nur ein Blick hinüber ist möglich.

Dies ist der Genzzaun, hier beginnt das `Niemandsland´ , und hier trifft man garantiert auch polnische Grenzer, die darauf Acht geben, dass es auch weiterhin so ruhig bleibt hier am polnischen Ostseestrand...!

Die rote Fahne hat jemand mal am Grenzzaun deponiert, und wohl jeder greift sie sich für ein nettes Erinnerungsfoto.

Am Strand der Frischen Nehrung auf Höhe des Parkplatzes kann man früh morgens die Fischer mit ihren Fischerbooten beobachten, wie sie hinausfahren zum Fischfang. Tagsüber liegen die Boote am Strand und dienen als Foto-Modell.