Das ehemalige Geisterdorf Kluki im Sklowinski-Nationalpark am Ufer des Lebsko-Sees

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Im Sklowinski-Nationalpark am westlichen Ufer des Lebsko-Sees liegt das ehemalige Geisterdorf Kluki (Kluken), zu erreichen nur über Smoldzinski (Holzkathen) oder Lokciowe (Lochzen). Ehemalig, weil seit den 60er Jahren wieder Menschen in dem zeitweilig verlassenen Dorf leben. Nachdem 1959 der letzte Einwohner gestorben war, mutierte Kluki zum Geisterdorf und stand einige Jahre allein in Feld und Flur. Das in vielen Reiseführern verbreitete Gerücht, Kluki sei heute noch ein Geisterdorf, daß heute - in seinem vermeintlichen Urzustand belassen - ein einzigartiges Museum sei, stimmt leider nicht: Nur knapp die Hälfte des Dorfes macht heute noch das verlassene Dorf aus, rechts und links davon sind Häuser gebaut worden, die nicht wirklich zu den alten Fachwerkhäusern aus den letzten 3 Jahrhunderten passen. Und tagsüber werden hier busseweise die Touristen hinchauffiert, und auch viele Polen kommen mit ihremn Privatwagen zur Besichtigung vorbei.

Wer das Skansen-Museum, ein Freilichtmuseum mit Bauernhäusern, Windmühlen und anderen aus ganz Polen zusammengetragenen Gebäuden, in Olsztynek (Hohenstein) im westlichen Masuren besucht hat, muß dieses Museum an der Ostseeküste Polens vielleicht nicht mehr unbedingt besuchen, aber der Stellplatz lohnt sich schon.

Außerdem kann man von hier stressfrei und preiswert den Sklowinski-Nationalpark mit seinen Wanderdünen westlich von Leba per Boot besuchen. Die Fahrtzeiten der Boote von Kluki über den Lebsko-See zum Eingang des Nationalparks in Rabka finden Sie auf der Internetseite des Nationalparks ... Wer nicht wirklich in das sehr stark touristische Leba möchte, dem bietet sich von hier ein sehr gute Alternative dazu. Auch kann man vom Bootsanleger in Kluki den Wanderdünen-Komplex des Sklowinski-Nationalparks wunderbar betrachten und fotografieren...!

Tipp:

      • kommen Sie am späten Nachmittag nach Kluki, parken Sie ganz am Ende der Dorfstrasse, noch hinter dem Wendehammer! Folgen Sie der ab da unbefestigten Straße bis zum heute nicht mehr bewirtschafteten Parkplatz: ein prima Wohnmobil-Stellplatz bzw. Zeltplatz für Fahrradreisende auch für die Nacht. Zum Lebsko-See sind es von hier nur noch ein paar Meter, ins Dorf zu den alten Fachwerk-Häusern geht man zufuß zurück.
      • das Museum hat - wie viele andere Institutionen und Museen in Polen auch - Montags nur verkürzte Öffnungszeiten, hier in Kluki schließt das Museum pünktlich um 16 Uhr!
      • achten Sie beim Übernachten auf dem Parkplatz auf frei herumlaufende Pferde! Die sind nicht gefährlich, ganz im Gegenteil! Aber über Nacht sollten Sie nichts außerhalb von Wohnmobil und Zelt aufbewahren, was nicht niet-und-nagelfest ist: Die Pferde sind extrem neugierig und knabbern alles an, was interessant erscheint: Schuhe, Kleidung, Campingmöbel etc. Wir haben in der Nacht unsere Radio-Antenne eingebüßt, sie war zwar noch funktionstüchtig, hing aber nur noch am Antennenkabel.

Das Museums-Dorf in Kluki umfaßt ca. 12 Häuser, zumeist alte Fachwerkhäuser, die mehrere Hundert Jahre alt sind.












oben: Detaillaufnahmen der Fachwerkhäuser im Museumsdorf Kluki (Kluken) im Sklowinski-Nationalpark am westlichen Ufer des Lebsko-Sees

unten: Blick vom Anleger des Museumsdorfs Kluki am Lebsko-See auf die Wanderdünen im Slowinski-Nationalpark westlich von Leba. Nur noch wenige Bäume trennen die Wanderdünen vom Seeufer, in weniger Jahren werden die Bäume nur noch als Baumgerippe aus dem feinen Sand herausragen...