weitere Sehenswürdigkeiten in Masuren und Ermland

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Die Schmalspurbahn in Elk (Lyck)

Im Jahr 1913 in Betrieb genommen führt die Schmalspurbahn von Elk zu dem Dorf Laski Male, in einer zweiten Linie nach Turowo, damals ein Dorf an der Grenze zu Russland und in einer dritten Linie nach Zawady-Tworki. Heute dient die Schmalspurbahn nur noch als Touristen-Attraktion, man unternimmt Dampfeisenbahn-Ausflugsfahrten in Verbindung mit Wanderungen, Lagerfeuer, Kanufahrt oder Schlittenfahrt im Winter. Die Fahrt in sehr mäßigem Tempo mit der alten Dampflokomotive ist wie eine Rückreise in die Vergangenheit, zurück zu uralten Landschaften in unberührter Natur.

Elk liegt fast an der Grenze zur Ukraine, auf der Karte in etwa auf der Höhe von Mikolajki (Nikoleiken).

Die Bunkeranlagen in Mamerki (Mauerwald)

In Mamerki (Mauerwald) kann man seit 2003 ca. 30 Bunker auch von Innen begehen / besichtigen. Im Gegensatz zur Wolfsschanze wurde diese Bunkeranlage so gut wie nicht zerstört, sie lag seit Ende des 2. Weltkrieges quasi im Dornröschenschlaf. Die Anlage am Masurischen Kanal war Hauptquartier des OKH (Oberkommando Heer).

Mamerki befindet sich ca. 18 km nördlich der Wolfsschanze und westlich des Mamry-Sees. Ab der Wolfsschanze und im nahen Umkreis ist Mamerki sehr gut ausgeschildert.

Tipp:

  • Auch hier in Mamerki gibt es unzählige Mücken, weil sich der Gebäude-Komplex ziemlich zugewuchert mitten im Wald befindet.
  • Wer keine Taschenlampe besitzt, sollte sich eine am Eingang für ein paar Zloty leihen, ansonsten kann man sich den Besuch der Anlage tatsächlich schenken, denn ...
  • ... wer bereits die Wolfsschanze besichtigt hat bzw. dies noch machen möchte, kann die Bunkeranlage in Mamerki auch auslassen: von außen ist Mamerki wesentlich stärker zugewachsen als die Wolfsschanze, und die Innenansichten eines solchen Bunkers sind auch nicht wirklich interessant, es sei denn man ist Architekt oder Statiker und interessiert sich für dicke Betonwände....

Der Masurische Kanal

Der Kanal wure seit dem 14. Jahrhundert immer wieder ins Auge gefasst, aber schließlich und endlich erst Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut, um die großen Seen in Masuren mit der Ostsee zu verbinden. Holz, Getreide und Baustoffe sollten über ihn transportiert werden. Der Masurische Kanal wurde nie beendet, heute liegen 60% der 50 km Kanallänge auf russischem Gebiet.
Auf polnischem Gebiet liegt heute nur die Schleuse Guji in Piaski, in diesem Bereich kann der Kanal befahren werden. Die Schleusen haben einen Höhenunterschied von bis zu 17 Metern zu überwinden, das ist die Höhe eines 6-geschossigen Wohnhauses.

Den Kanal findet man auf polnischen Gebiet zwischen dem Mamry-See bei der Ortschaft Przystan, dem Rydzowka-See und dem Fluss Lyna (Alle) bei der Ortschaft Druzba (Allenberg).

Storchen-Hochburg Zywkowo (Schewecken)

Das Dorf ist weithin bekannt als die größte "Storchensiedlung" in Masuren. Auf jedem Dach bzw. auf jedem Bauernhof liegen 2-3 Nester, in der Summe an die 50 ! Ornithologen zählen durchschnittlich 150 Weißstörche jedes Jahr. Es gibt einen Hochsitz, von dem man die Störche quasi in Augenhöhe beobachten kann.

Zywkowo (Schewecken) liegt nahe an der russischen Grenze westlich von Lyna.












Ethologisches Museum in Pieniezno (Mehlsack)

In Pieniezno, früher Meluzak (Mehlsack), wurde nach der völligen Zerstörung im 2. Weltkrieg die Priesterhochschule der Werbisten neu aufgebaut. Im Haus dieser Priester-Hochschule befindet sich heute ein großes ethnologisches Museum mit Exponaten aus allen Winkeln der Erde, in denen von den Werbisten Missionen geführt wurden.

Pieniezno liegt auf halber Strecke zwischen Braniewo (Braunsberg) und Lidzbark Warminski (Heilsberg).