Biberaufzuchtstation Popielno und Pferdezucht für Tarpan-Pferde im Nationalpark Masuren südlich von Mikolajki

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Der Mazurski Park Krajobrazowy (Naturpark Masuren) südlich von Mikolajki ersteckt sich über 55.000 Hektar und umfasst die gesamte Region rund um den Sniardwy-See (Spirding-See, größter See Polens) und die Puszcza-Piska (Johannisburer Heide), das größte Waldgebiet Polens.

Südlich von Mikolajki liegt Popielno auf einer Landzunge, mit Fahrrad und Auto sehr gut ab Mikolajki (Nikolaiken) oder ab Ruciane-Nida (Rudschanny) zu erreichen. Im Sommer fährt zwischen 11 und 18 Uhr eine kleine Fähre (max. 4 Autos plus Fahrradfahrer und Fußgänger) zwischen Kulinowo und Wierzba über den hier schmalen Beldany-See.

In Popielno liegt die "Stacja Badawcza Rolnictwa Ecologicznego i Hodowli Zachawawczej Zwierzat" (Forschungsstation für ökologische Landwirtschaft und Züchtung bewahrungswerter Tiere). Hier direkt gibt es eine Aufzuchtstation für Biber, die allerdings nur in Verbindung mit einer Führung in polnischer Sprache zu besichtigen ist, sowie ein Museum über die Geschichte der Tarpanpferde, die ehemaligen Wildpferde in Polen, die hier seit mehr als 50 Jahren wieder gezüchtet werden.

Fährt man kurz nach der Fähre nicht links Richtung Popielno, sondern rechts in den Wald hinein Richtung Süden (Warnowo bzw. Onufryiewo), so fährt man direkt durch das riesige Gehege hinein, in dem die Tarpanpferde heute aufwachsen und leben.
Halten Sie sich unbedingt an die Geschwindigkeitsgebote in dem Wildpferde-Gehege, am besten noch langsamer fahren! Auf halber Strecke durch das Gehege gibt es einen Parkplatz, hier sind fast immer Tarpanpferde zu sehen.


ACHTUNG: Diese Pferde sind Wildpferde, keine domestizierten Reitpferde, wie wir sie aus dem Reitstall um die Ecke kennen.

  • Verlieren Sie nie den Respekt vor diesen Tieren, auch wenn sie noch so "lieb" herangelaufen kommen und aussehen!
  • Die Pferde lassen sich mit gebührender Vorsicht streicheln.
  • Treten sie den Pferden immer von vorne entgegen, nie von der Seite oder von hinten! Sollte sich eines der Pferde drehen (Ihnen also die Seite oder das Hinterteil zuwenden), drehen Sie sich mit dem Pferd oder treten Sie einige Meter zurück. Sollte das Pferd sich erschrecken, schlägt es zur Seite oder nach hinten aus!
  • FÜTTERN SIE DIE PFERDE AUF KEINEN FALL !! Zum einen haben die Pferde genug zu fressen, sie leider nicht an Hunger, zum zweiten aber reagieren die Wildpferde sehr erbost, wenn das dargereichte Futter dann aufgefressen ist, sie wollen natürlich mehr von den Leckereien: allein in den 10 Minuten, in denen wir uns dort am Parkplatz aufhielten, wurde zwei Frauen von den fälschlicherweise gefütterten Wildpferden niedergetrampelt und böse in Rücken und Oberarm gebissen! Vermeiden Sie unnötige Arztbesuche oder sogar Krankenhausaufenthalte im Ausland!
  • Schließen Sie Fenster und Türen Ihres Autos bzw. Ihre Packtaschen am Fahrrad, wenn Sie dieses auch nur für ein ppar Meter verlassen! Die Tarpan-Pferde haben gelernt, dort ihren Kopf hineinzustecken und alles essbare herauszufischen... Und Sie - auch wenn Sie im Umgang mit Pferden geübt sind - werden es nicht schaffen, diese Wildpferde einfach so davon zu überzeugen, ihren Kopf da wieder herauszuziehen!