Mit dem Wohnmobil und dem Fahrrad nach Schweden - Tipps und Reiseinformationen zur Reisevorbereitung und Urlaubsplanung

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Alkohol

In schwedischen Supermärkten kann man alkoholfreies Bier und alkoholreduzierte Getränke und Biere (Lättöl) kaufen. Normales Bier, Wein und hochprozentige Getränke erhält man in Schweden nur in den staatlichen Monopolgeschäften (Systembolaget oder Bolaget).
Einführen darf man je Person ab 20 Jahre 1 Liter Spirituosen oder 2 Liter Starkwein sowie 2 Liter Wein und 32 Liter Bier. Aktuelle Infos gibt es auf der Internetseite des schwedischen Zoll.

Angeln

An der Küste und an den fünf großen schwedischen Seen Vätternsee, Vänersee, Mälarsee, Hjälmaren und Storsjön darf ohne Angelkarte gefischt werden. An allen übrigen Gewässern, egal ob Fluß, See o.ä., benötigt man zwingend eine kostenpflichtige Angelkarte. Diese erhält man bei den Touristeninformationen und Sportgeschäften bzw. Angelgeschäften in der Nähe des gewünschten Gewässers.

Diebstahl

Kriminalität und damit Diebstahl ist in Schweden deutlich seltener als bei uns in Deutschland bzw. in Mitteleuropa. Man darf sich zumindest subjektiv sicher fühlen.
Aber auch in Schweden gilt: An überfüllten Plätzen wie z.B. Stränden, Sehenswürdigkeiten oder Parkplätzen oder generell in größeren Städten wie Göteborg, Malmö oder Stockholm gibt es immer wieder mal auch Langfinger, die das Wohnmobil oder die Packtasche am Fahrrad in Windeseile öffnen und leerräumen (wobei ein Wohnmobil selbstverständlich lukrativer erscheint und daher eher geplündert wird). Auch die Übernachtung mit dem Wohnmobil auf den Parkplätzen oder Raststätten an den überregionalen Fernstraßen (von Autobahnen kann man in Schweden ja nur bedingt sprechen) sollte unterlassen werden, besser die Hauptverkehrsstraße verlassen und entweder auf einem Campingplatz übernachten oder einen Stellplatz an einem schönen See, Fluß oder Ufer für die Übernachtung suchen.

diplomatische Vertretungen / mitzuführende Dokumente

Deutsche Botschaft
Österreichische Botschaft
Schweizerische Botschaft

Auf Gotland gibt es ein deutsches Konsulat direkt in Visby am Hafen.
Sie müssen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und bei Reise mit dem Wohnmobil einen Führerschein und eine grüne Versicherungskarte mit sich führen.

Essen

1. Es lohnt sich nur bedingt, das Wohnmobil mit Lebensmitteln aus deutschen Discountern vollzustopfen. -> mehr ...

2. Die schwedische Küche ist umfangreicher und interessanter als uns Deutschen allgemein bekannt: Es gibt nicht nur original schwedisches Knäckebrot und Fisch, sondern viele Gaumenfreuden. Nutzen Sie die Chance und besuchen Sie z.B. zur Mittagszeit ein Restaurant mit den Angebot "Dagens Rätt" (= Lunch): Sie erhalten zu vergünstigtem Preis eine warme Hauptmahlzeit mit Brot und Butter (Smör och Bröd), Salat und Getränk. Und auch ohne dieses Sonderangebot ist die schwedische Gastronomie nicht so kostspielig wie oft behauptet wird (aber natürlich teurer als bei uns).

Feiertage & Feste

Neben zahlreichen lokalen "Feiertagen", an denen die Stadt bzw. Region quasi nicht arbeitet sondern feiert (wie bei uns bei Schützenfest, Kirmes o.ä.) gibt es in Schweden folgende nationale Feiertage:
Neujahr, Heilige Drei Könige, Ostern, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Mittsommertag, Allerheiligen, Weihnachten und Silvester

Wichtige regionale Feste sind u.a. das Stadtfest "Göteborgskalaset" Anfang August in Göteborg, das Radrennen für Frauen "Tjejtrampen" Ende Mai in Stockholm, der Stockholm-Marathon Ende Juni in Stockholm, das "Stockholm Jazz Festival" Ende Juni auf der Insel Steppsholmen, das Openair-Rock-Festival "Hultsfred Rock Festival" im smaländischen Örtchen Hultsfred Ende Juni, das Volksfest zu Ehren der Wasserfälle in Trollhättan Ende Juli, das "Malmö-Festival" Mitte August, das Ende der Walpurgisnacht Ende April, die Mittsommer-Feierlichkeiten am 23.Juni und natürlich der Geburtstag der Kronprinzessin Victoria am 14. Juli auf Öland im Schloss Solliden.

Fotografieren

Eigentlich heute im Zeitalter von digitalen Fotoapparaten kein Thema mehr für die Reisevorbereitung, trotzdem der ernstgemeinte Tipp: Nehmen Sie genügend Speicherkarten bzw. Speicherplatz mit! Es gibt so viel unverschämt schöne Landschaft für großformatige Fotos zu fotografieren, dass eine zu kleine Speicherkarte mehr als ärgerlich ist!

Geld wechseln

Schweden hat noch immer die Schwedische Krone (SeK). Die Währungskurse kann man hier beobachten.

Nehmen Sie einen ersten kleinen Betrag in Schwedischen Kronen mit, damit Sie die ersten Tage oder zumindest Stunden (speziell bei Ankunft am Wochenende) `überleben´. Der Wechselkurs ist in Deutschland schlechter, dafür zahlt man bei der Hausbank keine Wechselgebühr. Es lohnt sich also nur der Umtausch einer kleinen Geldmenge.
In Schweden zahlt man bei Geldtausch pauschal ca. 50 SeK. Man sollte also möglichst nicht zu oft in Schweden tauschen, damit sich die Umtauschgebühr lohnt.
Geld abheben mit Kreditkarte oder (wo noch möglich) mit EC-Karte ist noch teurer, aber natürlich bequemer, da zeitlos und unabhängig.

Mein Tipp: EU 200,- zuhause tauschen, in Schweden dann einmal zu Beginn des Urlaubs in der Bank tauschen, dabei möglichst genau kalkulieren (Reiseroute -> benötigter Diesel beim Tanken; Campingplatzgebühren bei Übernachtung ohne kostenlose Stellplätze; frische Lebensmittel pro Tag; geplante Eintrittsgelder etc.). Spontankäufe wie Kleidung beim Shoppen oder Reparaturen an Fahrrad oder Wohnmobil werden mit Kreditkarte oder eventuell überzähligem Bargeld bezahlt.
Und der ganz besondere Tipp für alle, die ganz sicher wieder nach Schweden zurückkehren werden: Eröffnen Sie für sich ein Postsparbuch und zahlen Sie am Ende des Urlaubs das restliche schwedische Geld darauf ein (das geht übrigens in vielen anderen Ländern auch, nur können Sie das Geld auch nur im jeweiligen Land wieder abheben!). So müssen Sie nicht zu sehr beim Geldtausch kalkulieren und das Geld liegt nicht in irgendeiner Schublade in Deutschland herum, sondern bringt sogar noch Zinsen über das Jahr der Abwesenheit! Kontoführungsgebühren gibt es bei Sparbüchern bekanntermaßen nicht. Geld zurücktauschen ist sehr unwirtschaftlich.

Gesundheit:

Zwischen Schweden und den EU-Ländern sowie der Schweiz besteht ein Sozialversicherungsabkommen, das einem Reisenden eine medizinische Erstversorgung bzw. Versorgung garantiert. Das Gesundheitssystem in Schweden ist sehr gut ausgebaut, bei akuten Problemen oder Unfall hilft die Ambulanz (akutmottagningen).
Mitzuführen ist in jedem Fall eine Versicherungskarte ("European Health Insurance Card" = EHIC), die der Versicherte bei seiner Krankenkasse erhält und die vor Ort im Ernstfall belegt, dass man im Heimatland versichert ist.
Generell empfiehlt sich immer der Abschluß einer Auslandskrankenversicherung, damit der Krankenrücktransport bezahlt werden kann. In den Apotheken erhält man Medikamente, die aber größtenteils rezeptpflichtig sind. Decken Sie sich also mit solchen Medikamenten bereits zuhause ein.

Informationen:

Schwedisches Fremdenverkehrsamt "VisitSweden" in Hamburg

 



















Mücken:

Die Mückenplage in Schweden schwankt selbstverständlich von Jahr zu Jahr, abhängig z.B. von Feuchtgkeit, Kälte des vorhergegangenen Winters etc.. An der Küste sind sie wegen der salzhaltigen Luft und stärkeren und andauernden Windes weniger, im Inland an Fluß und See um so häufiger anzutreffen. Mückenschutzmittel wie Autan kauft man besser zuhause, da preiswerter. Verhältnismäßig guten Schutz bieten selbstverständlich auch dichte Kleidung und häufiges Duschen bzw. Baden. Im Wohnmobil bietet sich Insektenschutz wie Rollos an.

Notfall:

Die Notfallrufnummer 112 ist kostenlos auch aus Telefonzellen erreichbar, unabhängig von Münztelefon oder Kartentelefon. Man erreicht mit ihr die Polizei, die Feuerwehr und die Ambulanz.

Rauchen in der Öffentlichkeit - Rauchverbot:

Schweden ist rauchfrei, d.h. in öffentlichen Gebäuden, in Bars, Restaurants und Hotels sowie in allen entsprechend gekennzeichneten Einrichtungen, Gebäuden oder Anlagen ist das Rauchen strengstens verboten.

Straßenkarten:


Nach Jahrzehnten mit dem Wohnmobil durch die Welt habe ich eine Erfahrung gemacht: Die besten Straßenkarten gibt es immer vor Ort im Reiseland!

Früher ohne Internet war dies oft ein Problem: Wie an die Information herankommen, welche Karte die beste ist? Es gab noch keine Internetforen oder Internetseiten wie diesen Reiseführer für Wohnmobilisten und Fahrradreisende, wo Erfahrungen ausgetauscht und veröffentlicht wurden.
Und dann das oft noch größere Problem: Wo bekommen??

Heute ist letzteres ganz einfach (siehe links!). Mehr Infos zu diesem Straßenatlas hier!

Stromversorgung:

Die Stromversorgung in Schweden beträgt 220 Volt, d.h. auf den meisten Campingplätzen genügt der übliche blaue CEE-Stecker. Adapter sind nicht mehr erforderlich, alle Steckdosen sind dank der vielen Reisenden aus Mitteleuropa heute umgerüstet.

Trinkgeld:

Trinkgeld ist in der Gastronomie üblich, üblicherweise wir in Kneipe, Bar und Restaurant aufgerundet.

Zeitungen & Internet:

Deutschsprachige Zeitungen erhält man nur in größeren Buchhandlungen der touristisch ausgerichteten Orte und natürlich in den Großstädten, aber oft auch nur im Sommer.
Idealerweise nutzt man heute das Internet, um sich über die wichtigen Dinge und Nachrichten in der Heimat und weltweit zu informieren. Internetzugang erhält man in der egel in Touristinformationen, in vielen Restaurants und Hotels, auf Campingplätzen und gelegentlich in der Nähe von Schulen (offenes W-Lan-Netz, aber nicht während der schwedischen Sommerferien zwischen Mitte Juni und Mitte August!). Offene W-Lan-Netze haben wir ansonsten nur sehr sehr selten gefunden, also sollte man sich auf diese kostenlose `Partizipation´ nicht verlassen.