Reisen mit dem Wohnmobil und dem Fahrrad in den USA

Reisen Sie durch den Kontinent der Gegensätze: hohe Berge in den Rocky Mountains, riesige Wasser-Areale in den Everglades in Florida, gigantische Gletscher auf dem Weg hinauf nach Alaska, dickfellige Bisons in den Weiten des Mittleren Westens, Eisbären in Nordkanada, Wildnisse wie in Zentralkanada, einmalige Naturschauspiele im Yellowstone-Nationalpark, sonnenverwöhnte Wüsten in Arizona und Colorado oder Europa im kleinen in den Neuengland-Staaten nördlich von New York ...

Sie sind hier: Reiseführer - weitere Reiseziele mit Wohnmobil, Fahrrad etc. in den USA und Kanada - Teil 2 von 4: USA

USA:

  • In der Wüstenlandschaft des Grand-Coulee-Canyon, dem größten Canyon im Columbia-Plateau des Bundesstaates Washington, findet man die Dry Falls, die ehemals größten Wasserfälle der Welt (zehnmal so viel wie die Niagara-Fälle), auf sechs Kilometer Breite mit einer Höhe von ca. 120 Metern
  • Mitte Dezember bis Mitte Januar lohnt der Besuch des Skagit River in Washington, denn dann treffen sich hier Hunderte von Weißkopfseeadlern, um im Fluß Lachse zu fangen. Spektakuläre Flugmanöver und auch Adler-Bruchlandungen kann man ab dem Informationszentrum ("Skagit River Bald Eagle Interpretive Center") in Rockport beobachten
  • Der Mount St. Helen, im Mai 1980 im Zusammenhang mit dem größten Erdrutsch der Welt explodiert, ist heute Nationalpark. Besucher können vor Ort beobachten, wie das Leben zurückkommt in diese Mondlandschaft. Vom Windy Ridge bzw. vom Johnston-Ridge-Observatorium kann man sogar in den Krater hineinschauen. Mit spezieller Erlaubnis kann man den Krater selbst ersteigen
  • Der St. Mary Lake in Montana wird umgeben von den Rocky Mountains, wegen der fast ständigen Fallwinde werden Bootsfahrten auf dem See angeboten, die gewollt (!) entsprechend turbulent ausfallen: Nichts für Personen mit Seekrankheit! Zahlreiche Wanderwege rund um den See laden zum Wandern ein, und Angler fangen Seesaiblinge, Weißfisch und Forellen
  • Die National Bison Range in Montana sollte man zwischen April und Mai oder zwischen Mitte Juli und August besuchen. Im ersten Zeitraum werden die Kälber geboren, im zweiten ist Brunftzeit und die Hügellandschaft wird vom Brüllen der Bullen beherrscht. Dies ist das größte Schutzgebiete für die letzten der ca. 1500 Bisons in den USA von ehemals ca. 50 Millionen. Puma, Elch, Schwarzbär und Kojote sind ebenfalls zu beobachten
  • Mahar Point ("Umgekehrte Wasserfälle") in der Cobscook Bay westlich der Bay of Fundy muß ca. 1 Stunde vor Hoch-Tide besucht werden, wenn die Flut in die Bucht hineindrückt und dabei höher gelegene Felsen überbrücken muß: Das Wasser fällt Richtung Bucht wie ein Wasserfall. Bei Hoch-Tide beruhigt sich das Wasserspiel plötzlich, die Bucht ist häufig für fast 1 Stunde spiegelglatt. Mit Einsetzen der Ebbe fließt das Wasser zurück Richtung Meer, wieder als Wasserfall zurück über die gleichen Felsen
  • Der "Old Sow" ist ein ca. drei Stunden vor Hoch-Tide einsetzender Strudel von ca. 76 Meter Durchmesser, damit der zweitgrößte Strudel der Welt. Er entsteht zweimal täglich in der Meerenge der Passemaquoddy-Bucht zwischen Maine (USA) und New Brunswick (Kanada). Auf 11 km Länge kann man hier bei Tide weitere beeindruckende Strömungen im Meer beobachten.
  • Der Crater Lake im Mount Mazama, einem vor 7000 Jahren eingestürzten Vulkanberg, ist fast 600 Meter tief und eine der bekanntesten Attraktionen in Oregon. Eine Ringstraße führt rund um den See, sehr empfehlenswert mit vielen schönen Aussichtspunkten zu jeder Tageszeit. Im Winter (September bis Juli!) liegen bis zu 15 Meter Schnee

  • Die Multnomah Falls am Larch Mountain in der Schlucht des Columbia Rivers sind die zweithöchsten Wasserfälle der USA und die meistbesuchte Attraktion in Oregon. Zwischen den zwei Kaskaden wurde 1912 die schon kurz danach berühmte Steinbrücke "Benson Bridge" von italienischen Steinmetzen errichtet. Oberhalb der Fälle gibt es eine hölzerne Aussichtplattform mit fantastischem Ausblick in die Schlucht
  • apropos Columbia River: Jeder Wohnmobil-Reisende und jeder Fahrradfahrer sollte unbedingt den Historic Columbia River Highway gefahren sein: Vorbei an fast 200 spektakulären Wasserfällen und mit fantastischen Ausblicken auf Stromschnellen, dazu archäologische Ausgrabungen, 30 Knoten starke Winde und entsprechend viele Segler und Windsurfer auf dem Fluß
  • Die Timberline Lodge am Südhang des Mount Hood östlich von Portland in Oregon ist wegen des überwältigenden Ausblicks auf den Vulkan und seine Umgebung die berühmteste Lodge im Westen der USA
  • Die Badlands in South Dakota sind nicht nur die größte Mischgras-Prärie der USA, sondern vornehmlich Fundort der besten Säugetierfossilien der Welt
  • Der Spearfish-Canyon mit dem Spearfish River inmitten der Black Hills in South Dakota gilt in der Fachwelt als einer der schönsten Canyons weltweit. Im 32 km langen Canyon treffen die drei Vegetationszonen von Rocky Mountains (Tannenwälder), von nordischen Wäldern (Fichte, Espen und Birken) und aus den Ebenen (Eichen und Pappeln) zusammen. 17 Nebenschluchten mit Nebenflüssen und unzählige Windungen mit Überhängen und `hängenden Tälern´ beherbergen unzählige Wasserfälle, der berühmteste ist der "Brautschleier-Wasserfall" (´Bridal Veil Falls´)
  • Der Yellowstone Nationalpark in Wyoming war bei seiner Gründung 1871 das erste Schutzgebiet dieser Art weltweit auf 9000 km² mit Canyons, Seen, Geysiren, heißen Quellen und stetig sprudelnden Schlammlöchern, Kalkterrassen und versteinerten Bäumen. Für die Touristen sind die Geysire die größte Attraktion und Sehenswürdigkeit, sie scheudern teils regelmäßig (`Old Faithful´-Geysir), teils unregelmäßig (`Steamboat´-Geysir, größter Geysir der Welt, teilweise täglich, teilweise nur alle paar Monate) Wasser-Säulen bzw. Wasserdampf-Säulen bis zu 100 Meter in die Höhe. Besucher können auf bedenkenlos auf gekennzeichneten Wegen und Stegen durch das Labyrinth von geologischen Attraktionen wandern, dabei Bisons, Wölfe oder Grizzlybären aus der Ferne beobachten.
  • Besonders empfehlenswert, aber dennoch noch immer fast ein Geheimtipp im Nordwesten des Yellowstone Nationalparks, sind die Mammoth Hot Springs, ca. 50 fantastisch geformte und - da ständig aktiv - sehr lebendige weil sich täglich verändernde Skulpturen. Bis zu 90 Meter hohe Terrassen sind bereits herangewachsen, hitzeresistente Bakterien und Algen färben diese Ablagerungen gelb, braun oder grün

  • Der Grand-Treton-Nationalpark mit den höchsten Bergen des Bundesstaates Wyoming ist am besten von Juni bis September zu besuchen, in diesem Zeitraum kann man hier Bison-Herden, Elche, Wapiti-Hirsche, Gabelböcke, Biber, Schwarzbären, Grizzlybären, Wölfe, Dickhornschafe, Weißkopfseeadler, Steinadler, Fischadler, Pelikane, Trompetenschwäne uvm. beobachten. Von Oktober bis Mai kann es in diesen Höhen teils heftige Scneefälle geben, die den Besuch des Parks erschweren.
  • Der durch den Yellowstone-Park fließende Firehole River mit dem Grand Prismatic Spring, der spektakulärsten heiße Quelle des Parks mit ca. 120 Meter Durchmesser mit einer Schüttleistung von 15.000 Litern kochendem Wasser pro Minute, ist berühmt für die Möglichkeit, an seinen grasbewachsenen Ufern früh morgens und früh abends die größten Bison-Herden Nordamerikas beobachten zu können. Außerdem gilt der Fluß weltweit als einer der besten Orte zum Fliegenfischen (Seeforellen, Bachforellen und Regenbogenforellen).
  • Im Spielfilm "Die unheimliche Begegnung der Dritten Art" von Steven Spielberg spielt er quasi die Hauptrolle, seine Erstbesteigung gelang 1893 mit einer riesigen Leiter, und im 2. Weltkrieg saß ein Fallschirmspringer 6 Tage auf dem Gipfel fest, weil er kein Seil für einen solchen Ernstfall dabei hatte: Der Devil´s Tower in Wyoming mit 265 Meter Höhe ist ein gigantischer Monolith und noch in 160 km Entfernung zu sehen
  • Fossile Lagerstätten in den Agate Fossil Beds in Nebraska sind bis zu drei Meter groß, sie gaben den Geologen lange Zeit ein Rätsel auf. Früher war die Gegend wie eine feuchte afrikanische Savanne. Heute weiß man, dass die Formationen `nur´ die Gänge eines landbewohnenden Bibers sind, die durch Überflutungen mit Sedimenten zugespült wurden, aushärteten und später durch Erosion freigelegt wurden und heute, ähnlich versteinerten Wäldern, als spektakuläre fossile Felsformationen zu sehen sind mit Phantasie-Namen wie `Korkenzieher´, `Schneckenbohrer des Teufels´ etc.

Teil 3: USA

Teil 4: USA