Reisen mit dem Wohnmobil und dem Fahrrad in den USA, Kanada und Alaska

Reisen Sie durch den Kontinent der Gegensätze: hohe Berge in den Rocky Mountains, riesige Wasser-Areale in den Everglades in Florida, gigantische Gletscher auf dem Weg hinauf nach Alaska, dickfellige Bisons in den Weiten des Mittleren Westens, Eisbären in Nordkanada, Wildnisse wie in Zentralkanada, einmalige Naturschauspiele im Yellowstone-Nationalpark, sonnenverwöhnte Wüsten in Arizona und Colorado oder Europa im kleinen in den Neuengland-Staaten nördlich von New York ...

Sie sind hier: Reiseführer - weitere Reiseziele mit Wohnmobil, Fahrrad etc. in den USA und Kanada - Teil 1 von 4

Alaska:

  • Für Menschen mit Losglück: Im Juli und August fressen sich ca. 150 Grizzlybären ordentlich Winterspeck an, wenn Lachse den McNeil River hinaufwandern und an den McNeil-Wasserfällen ein schwieriges Hindernis zu überwinden haben. Bis zu 70 Grizzly gleichzeitig sitzen, stehen oder tauchen im Flußwasser nach den Fischen. Aber nur 250 Besucher dürfen ab Homer diese Tierschau beobachten: das Los entscheidet ...
  • Im Kenai-Fjords-Nationalpark gibt es 35 Gletscher im Harding-Icefield, erwähnenswert ist vor allem der Bear-Gletscher, der in einer Süßwasserlagune endet. Täglich brechen neue Eisberge ab, die Lagune ist voll von ihnen. Empfehlenswert ist eine Bootsfahrt ab Seward, oder man mietet sich ein Kajak und fährt bis an den Gletscher heran. Man sieht Orkas, Buckelwale, Seelöwen, Seeotter und Adler in der Bucht
  • Der Mendenhall Gletscher, einer der schönsten Gletscher in Alaska im Juneau Icefield, ist besonders einfach über eine 21 lange Stichstraße zu erreichen. Auch er kalbt unablässig hausgroße Eisberge in den Mendenhall See, was diesen zu einer absoluten Attraktion macht. Es gibt Wanderwege rund um den See, im Winter werden Hundeschlittenfahrten organisiert. Oder man gönnt sich einen Hubschrauber-Flug über das Gletscher-Massiv ...
  • Und noch ein Gletscher mit hohem Publikumsverkehr: Der Portage Gletscher südlich von Anchorage ist über die Straße durch den Turnagain Arm sehr gut erreichbar, und auch hier kann man vom Besucherzentrum Begich Boggs Schiffstouren zu den unzähligen Eisbergen im See vor der Gletscherzunge unternehmen
  • Absolutes Highlight: Whalewatching jeden Sommer im Alexander-Archipel vor der Südküste Alaskas oder im Glacier-Bay-Nationalpark: Zwischen den Inseln und Halbinseln finden sich ganze Herden von Buckelwalen zusammen ung gehen gemeinsam auf Fischfang, wobei sie am Ende eines jeden Beutezuges in der Meerestiefe zu mehreren Tieren fast senkrecht durch die Wasseroberfläche brechen und sich spektakulär auf die Seite legend zurück ins Wasser fallen lassen. Zahlreiche Fischer rüsten dazu ihre Fischerboote zu Walbeobachtungsbooten um und fahren an die Position, in der das Meer brodelt, weil unter den Booten die Wale unterhalb der Fischschwärme diese mit Hilfe von Luftblasen zusammentreiben, um sie dann mit geöffneten Maul beim schnellen Auftauchen tausendfach zu fangen

Kanada:

  • Ellesmere Island ist mit fast 200.000 km² die zehntgrößte Insel der Welt, aber die größte Wüsteninsel weltweit. Nur drei Siedlungen befinden sich hier, denn von der Nordspitze der Insel sind es lediglich 800 Kilometer bis zum Nordpol. 700 Meter hohe Steilklippen über im Winter zugefrorenem Meer bei statistisch -9°C wirken zunächst abschreckend, aber Ellesmere Island hat nur 60 mm Niederschlag im Jahr, ist also sehr trocken und bietet darum ein fast perfektes Klima für nicht so schnell frierende Reisende
  • Gros-Morne-Nationalpark in Neufundland mit den Long Range Mountains, deren Felsen gleichen Ursprungs sind wie die Highlands in Schottland (-> Kontinentalverschiebung), Fjorden, tiefen Gletscher-Seen, Mooren in Küstennähe und gewaltigen Steilklippen. Zahlreiche hervorragende Wanderwege durchziehen die Wildnis, ausgestattet mit Zeltplätzen an den Seen
  • Western Brook Pond im Gros-Morne-Nationalpark mit spektakulären Wasserfällen insbesondere im Frühling und Sommer und großer Möwenkolonie, was zahlreiche Touristen an den See lockt
  • Hell´s Gate, eine der beliebtesten Attraktionen in Westkanada: direkt am Trans-Canada-Highway gelegen und damit sehr gut zu erreichen, kann man hier an der engsten Stelle des Fraser River - nur 35 Meter Breite - eine `Gondelfahrt´ der Superlative durch die Stromschnellen buchen oder auf einer schaukelnden Hängebrücke oberhalb dieses Spektakels ganz mutig sein, während sich unten die zweifache Menge der Niagara-Fälle, also über 15.000 m³ Wasser pro Sekunde, durch die Felsen drückt
  • Cathedral Grove auf Vancouver Island, `Kathedralenhain´ aus bis zu 800 Jahre alten riesigen Bäumen wie Douglasie, Riesenlebensbaum, Westamerikanische Hemlocktanne, Balsamtanne etc., mit Stammumfängen bis zu neun Meter und bis zu 80 Meter Höhe. Im benachbarten Cameron-Lake kann man nach der Wanderung schwimmen oder am Ufer ein Picknick machen. Zum Abendessen am Lagerfeuer bietet sich Fisch an
  • Der Banff-Nationalpark ist der ältestes NP in Kanada, seine Flüsse enden in drei Ozeanen: Nordpolarmeer, Atlantik und Pazifik. Auf 1500 km Wanderwegen begegnet man Kolibri und Grizzlybär, Adler und Elch. Empfehlung: Besuchen Sie nicht den insbesondere im Sommer überlaufenen Lake Louise, sondern den schöneren und ruhigeren Moraine Lake mit rustikaler Lodge am Ufer (Kanu mieten!), Ausgangspunkt für den höchsten Wanderweg der kanadischen Rocky Mountains
  • Die Drumheller Badlands im Süden Albertas sind berühmt für die Ansammlung von Schluchten, Felspfeilern, Spalten und Canyons - und für Dinosaurier-Funde. Dies ist die Dinosaurier-Hauptstadt der Welt, und im Royal-Tyrell-Museum für Paläontolgie mit Dutzenden versteinerten Dinosaurierskeletten erfährt mann alles über das Zeitalter der Dinos und deren plötzliches Aussterben. Die Badlands sind eine sehr willkommene Abwechslung für den Reisenden von den Weizenfeldern, die in Alberta bis zum Horizont reichen
  • Churchill im Bundesstaat Manitoba ist die weltweite "Eisbär-Hauptstadt" am Ufer der Hudson Bay direkt an der Wanderroute der Eisbären auf deren Weg von den Sommerjagdgründen ins Winterquartier. Auf der wahrscheinlich berühmtesten, aber garantiert auch meistfotografierten Mülldeponie der Welt kann man den Eisbär zwischen Anfang Oktober und Mitte November bei zugefrorener Eisschicht aus unmittelbarer Nähe in den städtischen Tundra-Buggies beobachten und fotografieren
  • Die Bay of Fundy hat den extremsten Tidenhub weltweit: Mit den Gezeitenwellen strömen zweimal täglich 100 Millionen Tonnen Wasser in die Bucht, so viel wie alle Flüsse der Welt zusammen, der Tidenhub am Ende der Bucht beträgt sagenhafte 16 Meter. Fünf Kilometer weit wandert das Wasser zurück. Diese extremen Wasserbewegungen incl. der Strudel, Strömungen und Tiefwasserauftriebe hat z.B. bei Hopewell Rocks und bei St. Martin Felsstatuen und riesige Höhlen entstehen lassen. Acht Walarten leben in der Bucht!
  • Der östliche Teil der Niagarafälle liegt auf amerikanischem Gebiet, der westliche Teil ("Horseshoe Falls") im kanadischen Bundesstaat Ontario. Die Grenze liegt auf der Insel Goat Island. 7000 Tonnen Wasser erodieren die Fälle jedes Jahr um ca. 1,2 Meter, sie werden also immer breiter. Auf einem Touristenschiff kann man ganz nah an die Fallkante herangefahren werden
  • Die Großen Seen (Oberer See, Eriesee, Michigansee, Huronsee und Ontariosee) bieten das ganze Jahr über Erholung: Neben Angeln (Zander, Barsch, Hecht, Seeforelle, Weißfisch, Saibling und weitere 180 Fischarten) kann man relativ problemlos Weißwedelhirsch, Biber, Bisamratte, Wiesel, Fuchs, Schwarzbär, Rotluchs, Wolf und Elche beobachten. Die 23 Billiarden Liter Wasser stellen ca. 20% des gesamten Süßwasser-Weltvorrats der Welt dar. Würde man die USA (außer Alaska) mit dieser Wassermasse vollständig überfluten, stände das Wasser ca. drei Meter hoch!

Teil 2: USA

Teil 3: USA

Teil 4: USA